FatBobber´s Blog …

News about motorbiking and media …

dringend gesucht … das „berührungslose“ Touchpanel …

Touchpanels sind in den vergangenen Jahren in viele Bereiche unseres alltäglichen Lebens eingezogen: Bei der Bank rufen wir darüber unsere Auszüge ab, am Bahnhof und am Flughafen wollen vor Reisebeginn ebenfalls Touchscreens von uns berührt werden. Im Normalfall ist man auf sich gestellt, wenn man sich mühselig durch endlos anmutende Menüs auf diesen Touchscreens klickt, nur an den Airline-Terminals gibt es noch Menschen, die sich um hilflos dreinblickende Fluggäste kümmern, wenn die durch leise Flüche und festeres Drücken der Bildschirmtasten zum Erfolg kommen wollen, aber kläglich scheitern.

Auch in der Medienbranche sind Touchscreens mittlerweile nicht mehr wegzudenken: Immer mehr Camcorder sind damit ausgerüstet, Smartphones wie das iPhone lassen sich nur noch darüber bedienen. Das iPad und all die anderen Tablet-PCs bieten noch mehr Platz für die Fingerabdrücke ihrer Benutzer.

Damit ist einer der unangenehmen Nebeneffekte von Touchscreens angesprochen: Wenn nicht gerade irgendwelche Spiele oder andere bunte Bilder auf dem Display laufen, sehen die Oberflächen alles andere als einladend aus. Kaum gereinigt, sind die Oberflächen auch schon wieder verschmutzt. Schreibt man eine SMS oder eine E-Mail auf dem Gerät, sieht es danach aus, als hätte ein Wiesel darauf Cha-Cha-Cha getanzt. Beim Smartphone liefern sich zudem Gesichtscremes, Makeup, Schweiß und Ohrenabdrücke einen Kampf um die Gebietsvorherrschaft auf dem Display.

Touchscreens sind toll: Sie sparen Geld, weil man etwa beim Camcorder auf den Einbau vieler zusätzlicher Tasten verzichten kann, sie bieten neue, platzsparende Möglichkeiten, Geräte zu konstruieren und sie eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten, etwa bei Spielen.

Spätestens aber, wenn man versucht, das Bild auf einem verschmierten Camcorder-Display zu beurteilen, wünscht man sich die nächste Stufe der technischen Entwicklung: den berührungslosen Touchscreen (spannend, wie ein solches Paradoxon wohl benannt wird). Oder den selbstreinigenden Touchscreen, der immer sauber und gepflegt aussieht. Also her mit solch sinnvollen Innovationen, anstatt uns Anwender ständig mit Software voller Hinter- und Falltüren zu ärgern – aber das wird wohl ein Traum bleiben.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/newsletterinfos.html

8. August 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Test: Atomos Ninja — günstiger HDMI-Recorder mit Touchscreen …

Ninja von Atomos ist ein kompakter Digitalrecorder, der per Touchscreen bedient wird. Ein Prototyp des kleinen schwarzen Kästchens war schon auf der IBC 2010 zu sehen. Bis zum fertigen Gerät gab es dann noch einige Veränderungen und in der endgültigen Hardware-Form ist der Ninja seit Anfang 2011 lieferbar— zumindest theoretisch. Bis film-tv -video.de ein Testgerät bekommen konnte, dauerte es dann doch noch bis zur Jahresmitte — aber nun war ein Test möglich.

[ Christoph Harrer]

Entgegen erster Ankündigungen besitzt der Ninja nun ausschließlich einen HDMI-Eingang und keine SDI-Schnittstellen. Mit SDI-Schnittstellen wird Atomos ein etwas größeres Gerät namens Samurai bestücken, das zur NAB2011 gezeigt wurde und das erst Ende 2011 verfügbar sein soll (NAB-News).

Neben dem günstigeren Nettopreis von rund 800 Euro unterscheidet sich der Ninja von der aktuellen Konkurrenz — etwa Convergent Designs NanoFlash und Ajas Ki Pro Mini — zum einen durch den Touchscreen und zum anderen dadurch, dass das Signal auf handelsüblichen Laptop-Festplatten aufgezeichnet wird.

Im Test wurde der Recorder mit dem derzeit bei Filmern sehr populären Fotoapparat Lumix GH2 von Panasonic (Test) kombiniert. Dieses Panasonic-Gerät gibt laut Hersteller ein 4:2:2-Signal am HDMI-Ausgang aus: Das ist eine höhere Bildqualität, als der Fotoapparat selbst aufzeichnen kann, insofern ergibt es durchaus Sinn, den Ninja in Kombination mit dem GH2 zu nutzen. Dabei schöpft der Fotoapparat das Potenzial des Ninja allerdings nicht ganz aus: Er gibt nämlich nur 8-Bit-Sgnale ab, während Ninja auch 10-Bit-Signale verarbeiten könnte. Die Obergrenze der Signalqualität gibt Atomos mit bis zu 200 Mbps an, in Form von ProRes-Dateien mit einer Quantisierung von 10 Bit.

Basisinformationen

Weil Ninja lediglich über einen HDMI-Eingang verfügt, ist der Einsatz momentan auf DSLRs und Camcorder wie den Panasonic AG-AF101 (Test) oder SonyNEX-FS100 beschränkt (Infos), wenn man nicht einen zusätzlichen, separaten Wandler nutzen will. Letzteres ist aber aus Kosten- und Handling-Gründen im Grunde nicht zu empfehlen, es sei denn man nutzt ohnehin ein größeres Setup, eventuell mit einem Zusatz-Monitor. Ob die Kombination des Ninja mit der jeweils vorhandenen DSLR sinnvoll ist, hängt von der Kamera ab: So kann etwa die Canon 5D Mark II kein vollwertiges HD-Signal via HDMI ausgeben.

Da der Ninja keine zweite Video-Schnittstelle besitzt, kann das Signal nicht an andere Geräte, wie etwa einen externen Monitor durchgeschleift werden. Ansonsten bietet der Ninja zwei Lanc-Schnittstellen, einen Kopfhörerausgang und einen 3,5-Stereo-Klinkeneingang für externe Tonquellen.

Die zur Aufzeichnung nötige Festplatte wird nicht mitgeliefert, sondern es müssen separat eine oder mehrere Platten beschafft werden. Um die richtige Festplatte auszuwählen, findet sich auf der Website von Atomos eine Liste vom Hersteller getesteter Platten: Es können verschiedene gängige Laptop-Festplatten genutzt werden.

Die Festplatten müssen zunächst jeweils in die mitgelieferten Caddys eingebaut und dann in den Recorder geschoben werden. Der Einbau in die Caddys erfolgt mit den üblichen Festplatten-Schrauben. Zwei Caddys werden mitgeliefert, weitere können im 5er-Pack für rund 30 Euro erworben werden.

Auf der Rückseite des Ninja lassen sich bis zu zwei Akkus mit Sony-NP-F-Anschluss befestigen. Neben zwei solchen Akkus liefert der Hersteller auch das zugehörige Doppelladegerät mit. Der Lieferumfang ist also ungewöhnlich umfangreich, denn bis auf einen Mount für den Blitzschuh und eben die Festpaltte, liegt alles für den Aufnahmebetrieb notwendige Zubehör bei.

Weiter beinhaltet der gepolsterte Hartschalenkoffer des Ninja eine Basisstation für die Festplatten mit USB-3- und Firewire-800-Schnittstelle, sowie die zugehörigen Kabel. Normale Festplatten sind mittlerweile so günstig, dass die Festplatten-Caddys aus dem Atomos auch als Master ins Archiv wandern können. Die Festplatten müssen im Datensystem FAT32 formatiert sein. Laut Atomos verwendet Ninja eine optimierte Aufzeichnungsmethode, mit der die Festplatte strikt nach Sektoren geordnet beschreibt, so dass die Schreib/Lese-Performance der Festplatte optimal genutzt werden kann.

Bei den Testaufnahmen mit einer handelsüblichen Hitachi-Festplatte kam es tatsächlich zu keinerlei Ausfällen oder verlorenen Frames. Selbst bei Aufnahmen aus der Hand oder aus einem fahrenden Auto, verschluckte sich das Aufzeichnungssystem nicht: Laut Atomos sorgt eine eigenentwickelte Anti-Shock-Technologie dafür, dass die Aufnahme bei starken Erschütterungen kurz ausgesetzt und sobald wie möglich wieder fortgesetzt wird. Ein Warnsymbol im Display zeigt es an, wenn die Aufnahme erschütterungsbedingt angehalten wurde. Für Aufnahmebedingungen, unter denen mit größeren Erschütterungen gerechnet werden muss, beispielsweise von einem Motorrad oder Helikopter aus, empfiehlt Atomos ein SSD-Speichermedium, wie es auch für Laptops als Plattenalternative angeboten wird.

Viele gängige Formate bis 1080i50 beherrscht Ninja in der aktuellen Version, allerdings sind 1080p25 und 1080p50 momentan noch nicht möglich. 1080p25p soll aber mit einem kommenden Update verfügbar werden, über ein 1080p50-Update gibt es keine Informationen.

Bedienung

Das Gehäuse des Ninja macht einen stabilen und wertigen Eindruck, ist dabei aber sehr kompakt und leicht. Die Festplatte und die Akkus rasten fest ein und können nur nach Betätigung eines Druckknopf wieder gelöst werden. Das bringt Betriebssicherheit und schützt vor unabsichtlicher Aufnahmeunterbrechung. Allerdings ist die Mechanik etwas schwergängig und gerade beim Batteriewechsel im laufenden Betrieb — der wegen der Doppelakku-Ausstattung möglich ist — sollte der Ninja nicht direkt am Camcorder angebracht sein: Sonst kommt es zu Wacklern im Bild, weil einiges an Kraftaufwand erforderlich ist, um die Druckknöpfe zu betätigen.

Einziges Schaltelement am Gehäuse des Ninja ist der Ein- und Ausschalter. Die Bedienung aller anderen Funktionen erfolgt über den Touchscreen, der gleichzeitig als Monitor mit einer Auflösung von 480 x 270 Bildpunkten dient.

Wegen der relativ geringen Auflösung ist das Monitorbild des Ninja allerdings bestenfalls ein Hilfsmonitor, um den Bildausschnitt im Blick zu halten: Für das Beurteilen von Belichtung oder Schärfe ist er nicht zu gebrauchen. Zur niedrigen Auflösung gesellt sich nämlich auch noch ein geringer Kontrastumfang und das Display spiegelt sehr stark: In etwas helleren Tageslichtumgebungen ist der Schirm für die Bildbeurteilung fast komplett unbrauchbar. Außerdem bietet Ninja keinerlei Assistenten wie Pixel-to-Pixel Mapping oder Peaking. Als vollwertigen Field-Monitor kann man den Ninja also nicht betrachten.

Die Recorder-Bedienung über den Touchscreen ist aber gut organisiert und man findet sich auch ohne Anleitung schnell zurecht. So wird beispielsweise zwischen den verschiedenen Codec-Varianten einfach per Antippen der Codec-Anzeige gewechselt.

Alle wichtigen Informationen wie Timecode, Aufnahmeformat, verbleibende Aufnahmezeit und Audio-Eingang werden angezeigt. Der Ninja vergibt seinen eigenen Timecode, er kann keinen externen Timecode übernehmen.

Nimmt man im laufenden Betrieb den Akku ab, der gerade aktiv ist, wird automatisch und unterbrechungsfrei auf den anderen gewechselt. Etwas nervig ist, dass der Ninja mit dem Starten der Aufnahme nicht automatisch in den Monitormodus wechseln kann, sondern jedes Mal manuell umgestellt werden muss.

Das größte Manko des Recorder-Betriebs sind momentan noch die Wiedergabemöglichkeiten der aufgenommenen Clips im Ninja. Zwar sind die Aufnahmen nach Szene, Shot und Take unterteilt und in dieser Struktur auch auf der Festplatte gespeichert, doch kann der Ninja keine Thumbnails anzeigen, mit denen sich Aufnahmen direkt am Gerät rasch identifizieren ließen. Von Atomos gibt es auch noch keine gesicherte Zusage, ob ein solches Feature kommen soll. Außerdem ist die Wiedergabe auf dem Gerät nur mit reduzierter Bildqualität möglich — laut Hersteller mit halber Auflösung — das Bild wird dabei aber insgesamt so ruckelig und pixelig dargestellt, dass die Wiedergabe im Gerät momentan eigentlich nicht als ernsthaftes Feature gewertet werden kann. Die Wiedergabe in einer besseren Auflösung soll aber laut Atomos mit einem der nächsten Firmware-Updates möglich werden.

Einen Befehl zum Löschen einzelner Aufnahmen gibt es ebenfalls nicht. Nur die ganze Festplatte kann direkt im Ninja formatiert werden.

Der Audiopegel des analogen Eingangs wird über einen Einstellbalken auf dem Touchscreen eingestellt, dabei muss man aber ohne konkrete Referenzwerte auskommen. So wird das Pegeln zur Gefühlssache, aber mit etwas Experimentieren kann der Audiopegel am Ninja dann doch so eingestellt werden, dass das Gerät sowohl einen Mic-, wie einen Line-Pegel über die Stereoklinkenbuchse akzeptiert und aufnimmt. Die Lautstärke-Anzeige wird während der Aufnahme aber winzig dargestellt, sie gibt gerade mal einen groben Hinweis darauf, ob der Ton übersteuert. Mithören ist also Pflicht, der man dank Kopfhörer-Ausgang aber nachkommen kann.

Zusätzlich besitzt der Ninja zwei Lanc-Schnittstellen (In und Out) wobei der Eingang des Testgeräts aber auf eine Standard Sony-Lanc Fernbedienung nicht reagierte. Über die Lanc-Schnittstellen soll es möglich sein, mehrere Ninjas gleichzeitig anzusteuern, wenn einer als Slave- und der andere als Master-Einheit verwendet wird.

Aufnahmen

Die größte Praxiseinschränkung des Ninja liegt in der HDMI-Schnittstelle: Die ist eben einfach nicht für mobile Field-Einsätze konzipiert und lässt sich nicht arretieren. So kann es leicht passieren, dass man am Kabel wackelt und dadurch die Verbindung stört oder kurzzeitig unterbricht. Geschieht das bei laufender Aufnahme, wird die Aufzeichnung sofort gestoppt. Außerdem kann das Kabel auch sehr leicht unabsichtlich komplett abgezogen werden. So gilt es, hierfür Vorkehrungen mit Klett- oder Kebeband zu treffen.

Apples ProRes verspricht schon allein durch das Farbsampling von 4:2:2 und die hohe Datenrate eine höhere Qualität. In der Praxis war allerdings der Unterschied bei der Kombination des Ninja mit dem GH2 nicht riesig. Das 8-Bit-Schmalspur-Signal des Fotopapparats trug hierzu ganz sicher seinen Teil bei. Und so war im Vergleich zwischen AVCHD-Direktaufzeichnung des GH2 und den ProRes-Aufnahmen des Ninja kein himmelweiter Unterschied auszumachen: Nur bei schnellen Bewegungen, sehr hohen Bildkontrasten und feinsten Details gab es sichtbare Unterschiede.

Bei ruhigen Sequenzen und gut ausgeleuchteten Interviewsituationen vom Stativ brachte der Einsatz des Ninja in der Kombination mit dem GH2 fast keine sichtbaren Vorteile: Selbst beim Vergleich von ProRes HQ auf der Ninja-Seite mit AVCHD im 17-Mbps-Modus beim GH2 war unter diesen Bedingungen kein großer Unterschied auszumachen. Anders sieht es aus, wenn man etwa Handkameraaufnahmen im Wald macht, starke Unschärfen mit leichter Bewegung kombiniert oder im schwachen Wind schaukelnde Blätter vor einer Lichtquelle aufnimmt: Dann zeigt sich ein deutlicher Unterschied in der Qualität, vor allem durch die stärkeren Blockartefakte der Kompression von AVCHD — aber man muss es fast schon provozieren und darauf anlegen, diese Unterschiede herauszuarbeiten.

Bessere Bildqualität bietet also die Kombination aus GH2 und externer Aufzeichnung schon, als die interne AVCHD-Aufnahme sie zu erreichen vermag — aber Welten liegen in der Praxis nicht dazwischen. Bei der Kombination des Ninja mit anderen Camcordern und Fotoapparaten könnte der Unterschied zwischen interner und externer Aufzeichnung allerdings größer ausfallen, besonders wenn diese 10-Bit-Signale ausgeben.

Zudem bleibt bei der Ninja-Aufzeichnung stets der Vorteil bestehen, dass die Aufnahmen direkt von fast allen gängigen Schnittsystemen verarbeitet werden können. Dieser Vorteil wird aber in der Zukunft mit zunehmender Rechnerleistung und voraussichtlich auch im Zusammenspiel mit zukünftigen Versionen der Schnitt-Softwares dahinschmelzen. Bleibt noch ein weiterer Aspekt: Dank des mitgelieferten Gehäuses für die Festplatten-Caddys kann man die mit dem Ninja bespielten Speichermedien direkt über Firewire mit dem Rechner verbinden und sogar direkt von der Platte mit den Originalaufnahmen schneiden — wenn einem das nicht zu riskant ist.

Fazit

Der Ninja von Atomos macht einen guten ersten Eindruck und verrichtet im Rahmen der derzeitigen Möglichkeiten verlässliche Dienste. Das Aufzeichnen auf Festplatte ist stabil genug für die meisten gängigen Aufnahmesituationen und erwies sich selbst bei Fahraufnahmen aus dem Auto als problemlos. Der größte Unsicherheitsfaktor im Praxisbetrieb liegt in der instabilen HDMI-Steckverbindung.

Die Bedienung des Ninja ist durchdacht, selbsterklärend, intuitiv und einfach, der Preis ist relativ günstig und der Lieferumfang vorbildlich. Die Mängel bei der Wiedergabequalität direkt im Gerät und das Fehlen einer übersichtlichen Thumbnail-Darstellung schmälern den Nutzen. Auch ist der Ninja nicht als größerer Field-Monitor geeignet — dafür ist die Darstellungsqualität einfach nicht gut genug.

Letztlich bleiben als wesentliche Argumente für den Ninja die bessere Aufnahmequalität — die aber etwa in Kombination mit dem GH2 nicht gerade dramatisch höher ausfällt — und das einfachere Handling in der Postproduktion, wo man Transcoding-Schritte einsparen kann: Ob das 800 Euro wert ist, muss jeder selbst entscheiden.

Quelle und Video-Report:

http://www.film-tv-video.de/newsdetail+M51f535f0e7a.html

20. Juli 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Positive Überraschung

Auch wenn die deutsche Mannschaft schon draußen ist: die Fußball-WM der Frauen hat ARD und ZDF ein Quotenfest bereitet, das mancher erhofft, aber kaum einer ernsthaft erwartet hatte. Beim Spiel Deutschland gegen Japan konnte das ZDF durchschnittlich 16,95 Millionen Zuschauer vor die Fernsehschirme holen — und erreichte damit die bisher meistgesehene Sendung des Jahres 2011 im deutschen Fernsehen. Auch die anderen Spiele der WM kamen bei den Zuschauern enorm gut an — so gut, dass die Sender im Verlauf der WM umfassender und technisch aufwändiger produzierten, als sie es eigentlich geplant hatten.

Das wirft Fragen aus der Huhn-oder-Ei-Kategorie auf: Waren die Zuschauer ohnehin am Thema Frauenfußball interessiert, oder hat erst die Aufbereitung und Vermarktung dieses Themas sie vor die Fernsehapparate geholt? Da ohne ein latentes Interesse auf der Empfängerseite auch die beste Vermarktung nicht zum Erfolg führen kann, liegt die Wahrheit wohl irgendwo dazwischen. Das haben auch andere TV-Events der jüngeren Zeit gezeigt, etwa der Eurovision Song Contest. Und ganz offenbar kann eine aufwändigere Produktion in solchen Fällen als Brandbeschleuniger wirken und das Feuer der Zuschauer anheizen.

Hilfreich für den Sport ist aber ganz sicher eine regelmäßige Berichterstattung: Auf diesem Weg schaffte es etwa die im Grunde recht exotische Sportart Biathlon, ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu gelangen. Liga-Frauen-Fußball in der Sportschau, wie es die Bildzeitung schon gemeldet hatte, wird es aber künftig trotz des großen Erfolgs der Frauen-WM nicht geben. Axel Balkausky, Sportkoordinator der ARD, kündigte an, dass man den Frauen-Fußball auch in Zukunft »in den dritten Programmen abbilden« werde. Auch der DFB äußert sich eher zurückhaltend zu diesem Thema — auch wenn man dort wohl gemerkt hat, dass es durchaus Interesse für eine regelmäßige Berichterstattung geben könnte. 

Und so dürfte der Frauenfußball zunächst wohl für die meisten wieder in der Versenkung verschwinden und nur eine schöne Episode aus diesem Fernsehjahr bleiben — vielleicht verbunden mit der Hoffnung auf eine Wiederholung.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/newsletterinfos.html

20. Juli 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Wenn Schweine fliegen: Datenschutz gestern und heute …

1987 gab es in Deutschland Bürgerproteste und eine Boykottbewegung. Das Ganze schlug gesellschaftspolitische Wellen, es war nicht zu überhören. Die Vorgeschichte dieser Ereignisse beschäftigte sogar das Bundesverfassungsgericht, das von mehr als 1.200 Bürgern in dieser Sache angerufen wurde und das schließlich eine grundlegende Überarbeitung und Terminverschiebung der ganzen Aktion anordnete. Das alles geschah aus Anlass der Volkszählung von 1987 in Deutschland. Viele weitere, sachliche Infos und eine schöne Anekdote hierzu finden Sie hier: https://www.zensus2011.de/der-zensus-2011/artikel/die-volkszaehlung-1987.html — dort steht auch ein Muster des Fragebogens von 1987 zum Download bereit.

Und weshalb sollte Sie das interessieren? Weil man heute über die meisten Menschen in Deutschland problemlos mehr und auch sehr viel persönlichere Informationen sammeln kann, als damals von staatlicher Seite abgefragt wurden. Selbst wenn man kein Hacker ist und keine illegalen Methoden nutzt, steht in Zeiten von Facebook, Xing und allerhand schnellen Suchmaschinen die Tür der meisten Bürger weiter offen, als diese glauben. Dass es immer wieder zu Grenzüberschreitungen kommt, dafür ist die automatische Gesichtserkennung bei Facebook nur das jüngste Beispiel in einer ganzen Reihe von Meldungen der jüngeren Zeit, die das eindrucksvoll illustrieren.

In den 1980er Jahren fürchteten viele Bürger den Überwachungsstaat und fühlten sich in ihrer Intimsphäre und ihrem Persönlichkeitsschutz etwa durch die Volkszählung massiv bedroht. Parteien sprachen sich je nach Ausrichtung für oder gegen die Volkszählung aus, Bürgerinitiativen wehrten sich gegen die »Ausschnüffelung« durch den Staat und in vielen Demonstrationen protestierten die Bürger gegen die geplante Erhebung. Heutzutage sind staatliche Behörden und Autoritäten dagegen im Grunde schon kleine Lichter, wenn es um das Sammeln von Daten geht.

Heute geben dafür viele unserer Mitmenschen, von denen wir das nie gedacht hätten, ihre persönlichen Daten vollkommen freiwillig im Internet preis. Sie veröffentlichen die (peinlichen) Fotos von der letzten Party ebenso, wie allerlei persönliche Vorlieben, ihren Musikgeschmack, Wunschlisten, Reisepläne, sexuelle Präferenzen oder gern auch ihren aktuellen Aufenthaltsort. Wozu die ganze Aufregung? Man hat ja schließlich nichts zu verbergen, heißt es.

Aus heutiger Sicht ist also der damalige Protest kaum noch vorstellbar — ganz gleich, ob man ihn für sinnvoll und berechtigt hielt und heute noch hält, oder nicht. Eingeholt von Google, Apple und vielen anderen Diensten und Firmen, muten solche Proteste nun an, wie Signale aus einer anderen Welt. Heute mischt sich die Gegenwehr — wenn sie überhaupt noch vorhanden ist — mit Rachegelüsten und sie sucht anarchische, illegale Formen im virtuellen Raum: Wenn die zumindest am Rand der Legalität operierende Kinofilm-Streaming-Plattform Kino.to dicht gemacht wird, greifen Hacker eben die Website der Urheberrechtsorganisation GVU an und legen sie lahm.

Währenddessen ändert Mark »Facebook« Zuckerberg mal wieder die Nutzungsbedingungen seines angeblich sozialen Netzwerks und verkündet, dass man sich mit solchen Änderungen nur an die gesellschaftlichen Veränderungen anpasse. Ein paar Meilen weiter lässt Apple für seine iPhones ganz versehentlich ein Stück Software programmieren, das den Aufenthaltsort der Benutzer trackt. Kann ja mal passieren — ist bei Googles Android schließlich auch ganz aus Versehen reingeraten. Naja, in Zukunft ist das alles gar nicht mehr nötig, dann können Apple-Gerätebesitzer ihre Daten schließlich in der iCloud speichern, alles miteinander vernetzen und jederzeit und überall darauf zugreifen: Damit geben die Anwender dann quasi ihre Daten selbst zur Analyse bei Apple ab und das Unternehmen muss sie nicht erst umständlich aus den einzelnen Devices zurückholen. Bei Google geht das in ähnlicher Form ja schon länger.

In der Cloud lassen sich die Verhaltensmuster der Nutzer schließlich noch viel komfortabler, effektiver und zielgerichteter analysieren und auswerten — gleichgültig, ob es sich nun um eine Cloud von Apple, Google oder sonst wem handelt. Doch selbstverständlich ist das nur eine rein theoretische Möglichkeit.

Quelle:

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15. Juni 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Standardbitte bei der Fülle an unterschiedlichen A/V-Fileformaten …

Es ist ein viel besungenes Thema in unserer Branche, dass es in jüngerer Zeit immer öfter an verbindlichen Standards mangelt. Statt dass in der digitalen Welt der Austausch von Signalen einfacher würde, wächst jeden Tag das Chaos weiter an: Da wird hier noch ein bisschen am Codec geschraubt und dort noch ein bisschen am Format gedreht oder gleich etwas ganz eigenes zusammengerührt.

Am Ende steht man als Anwender vor einem Berg von Files, von denen man zwar weiß, dass es sich um Video- und/oder Audiodateien handeln sollte, die man aber nicht abspielen  kann — zumindest nicht ohne den einen oder anderen Klimmzug und Umweg: Hier noch ein Plug-In suchen, herunterladen und installieren, dort noch Dateien transkodieren, statt einfach nur auf »Play« zu drücken oder zu klicken — so haben wir uns die Segnungen des digitalen, file-basierten Zeitalters nicht vorgestellt.

Ist Besserung in Sicht? Eher nicht, denn wie aus der Büchse der Pandora kommen immer weitere Plagen über die Branche: Formate, Codecs, File-Systeme, Dateitypen, die von der einen Software unterstützt werden und von der anderen eben nicht.

Zum Glück gibt es noch Inseln, auf die man sich zurückziehen kann, wo man sich auskennt, wo es feste, verbindliche Regeln und Standards gibt. So wie etwa die deutsche Sprache, die zwar durch die vor ein paar Jahren umgesetzte Rechtschreibreform etwas durcheinander geschüttelt und aufgeweicht wurde, die aber im Grunde immer noch verlässlich und stabil ist und eine vergleichsweise klare Kommunikation ermöglicht.

Und dann das: »Da Gmiasmo« steht auf dem Lieferwagen. Was soll das sein? Ein italienisches Restaurant? Nein, das ist bayerischer Dialekt und soll »Der Gemüsemann« heißen, analog zum lokalpatriotischen »Gmiaspfandl« auf der Karte rustikaler Gaststätten im Südosten Deutschlands. So zeigt sich auch im Alltag immer wieder, wie wichtig gemeinsame Standards sind. Wie würde sonst »Da Gmiasmo« den Weg zur »beinharten Bagaluten-Wiehnacht« in Kiel finden, falls er da mal hinmöchte?

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/index.php?id=newsletterinfos

1. Juni 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

DVE und „Tools On Air“ gehen Partnerschaft ein. DVE bietet ab sofort „TV Station“ on a Mac an …

DVE bietet ab sofort TV Station on a Mac an.

DVE bietet ab sofort eine vollständig mac-basierte Broadcast-Lösung von Tools On Air an: Das Konzept »TV Station on a mac« soll die mac-orientierte Produktpalette von DVE um eine einheitliche Produktionsumgebung ergänzen.

Tools On Air Sales-Manager Gilbert Leb: »Tools On Air freut sich, in DVE einen Partner zu haben, der genau wie wir von professionellen Broadcast-Lösungen auf dem Mac überzeugt ist. Technische Erfahrung, Integrations-Know-how und erstklassiger Support werden von unseren gemeinsamen Kunden erwartet. DVE bietet genau das.« DVE-Geschäftsführer Jürgen Firsching ergänzt: »Tools On Air bietet für unsere Kunden Effizienz auf Mac-Basis. Für alle Workflows nur eine Umgebung und ein Knowhow — das ist die wirtschaftlichste Form der TV-Produktion.«

Tools On Air programmiert quicktime-basierte Software für alle Workflows und Produktionsschritte einer TV-Station. Ziel ist es, die komplette Produktion auf MacOS X und kostengünstige Standard-Hardware abzubilden. DVE wiederum bietet als Systemhaus Technik und Workflow-Beratung für Broadcast, Film- und Video-Postproduktionen an.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/newsdetail+M50b1c3084f9.html

17. Mai 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Color Grading: Darf’s ein bisschen mehr sein … ?

Vor gut zehn Jahren kamen die ersten software-basierten Farbkorrektursysteme auf den Markt. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Color-Grading-Markt relativ klein und bestimmt von sehr teuren Hardware-Systemen: Auf der Anbieterseite dominierten DaVinci und Pandora den Markt, Digital Vision mischte beim Mastering mit. Auf der Anwenderseite kümmerte sich eine handverlesene Anzahl von »Lichtbestimmern« und Coloristen darum, das zu schaffen, was heute als »Look« einer Produktion umschrieben wird: Farben angleichen, Stimmungen erzeugen und verstärken, aber das Material auch technisch aufpolieren und etwa in puncto Kontrast optimieren.

Heutzutage wird Grading-Software verschleudert und über die Jahre wurden die Umwälzungen in diesem Bereich nicht nur für fleißige Kinogänger, sondern auch für die Fernsehzuschauer sichtbar: Mittlerweile ermitteln diverse Kommissare in graublau-düsteren oder entsättigten Filmen, während die Christine Neubauers der Fernsehwelt wahlweise in bonbon-artigen Alpenszenerien, in orange-getünchten Townhouses oder exotischen Settings um ihre Männer, Kinder, Hundewelpen, die Liebe ihres Lebens oder ihr Firmenimperium kämpfen.

Kurzum: Ohne intensives Color Grading geht heute gar nichts mehr. War der Bedarf dafür vorhanden und wartete die Branche nur auf die preisgünstigen Systeme? Oder wird nun eben alles intensiv bearbeitet, weil die Technik dafür fast nichts mehr kostet? Diese Frage ist kaum zu klären, aber wie es zu der aktuellen Marktsituation auf der Anbieterseite kam, das lässt sich nachvollziehen und es könnte sich als exemplarisch erweisen — auch für andere Bereiche der Bildtechnik, die sich in Richtung Software bewegen.

Mit der fortschreitenden Digitalisierung des Filmbereichs und der Verlagerung der Postproduction in Richtung Software änderte sich der Color-Grading-Markt, das Thema wurde sozusagen aus der Hochspezialisten-Ecke gezerrt. Alias/Wavefront, Softimage, Parallax und Discreet waren Firmen, die hier schon früh Impulse setzten — vor mehr als zehn Jahren. Die Wurzeln reichen bis in die Zeit zurück, als Avid SGI-basierte Systeme wie Media Spectrum und Media Illusion entwickelt hatte und als bei Sony das High-End System Socratto am einen Ende und — mit der Übernahme von Sonic Foundry — Vegas am anderen Ende die Palette bereichern sollten. Snell & Wilcox kaufte damals Post Impressions und deren Grading-Produkt Piccaso. Quantel intensivierte seine Aktivitäten in diesem Bereich mit QColor und später mit Pablo. Und es kamen in dieser Marktsituation auch weitere Player in den Vordergrund: etwa 5D, Filmlight, Nucoda, Piranha, Assimilate und Iridas — nicht alle davon haben bis heute überlebt. 

Als tiefsten Einschnitt beim Wechsel von der Hard- zur Software im Grading-Bereich, kann man vielleicht die Phase herausgreifen, in der Autodesk — seit der Übernahme von Discreet in der High-End-Post aktiv — ab 2003 bis 2005 schrittweise die Technologien der ungarischen Software-Firma Colorfront übernahm und mit deren Assets dann das aus der Übernahme des Colossus-Systems von 5D gewachsene Color-Grading-System Lustre erweiterte. Zeitweise war auch Apple an diesem Markt interessiert, kaufte 2006 mit FinalTouch von Silicon Color die Wurzel des Apple-Produkts Color zu.

Dass der Markt sich schließlich komplett drehte, kann man an zwei weiteren Übernahmen zeigen: 2005 kaufte noch der alt eingesessene Hardware-Spezialist Digital Vison den aufstrebenden Software-Anbieter Nucoda. 2009 schließlich kaufte die PC-getriebene, rasch wachsende Blackmagic Design den alteingesessenen Grading-Anbieter DaVinci.

Im Bereich Color-Grading hat sich letztlich die gleiche Entwicklung vollzogen, die man einige Jahre zuvor schon im nonlinearen Editing beobachten konnte: Je erfolgreicher die software-basierten Grading-Systeme im Markt wurden, desto weniger Anbieter konnten sich defacto etablieren und halten — der Shake-Out, die Konsolidierung setzte ein. Wie passt das zusammen? Wie immer bei solchen Entwicklungen spielt der Preis eine entscheidende Rolle: am Anfang wechselten selbst die software-basierten Grading-Systeme noch zu Preisen um 200.000 Euro den Besitzer — und heute sind wir soweit, dass Blackmagic/DaVinci ab Juni 2011 die Color-Grading-Software Resolve Lite verschenken wird. Und auch ein Lustre-System kostet heute keine 200.000 Euro mehr.

Für die Kunden ist das auf den ersten Blick eine feine Sache: Sie erhalten für wenig Geld viel Leistung. Sie müssen aber auch damit klarkommen, dass es bei diesen Preisen so etwas wie Service und Support entweder gar nicht mehr gibt — oder eben kostenpflichtig. Hier kommt ein Lernprozess in Gang.

Die Editing-Software Lightworks gibt es gratis. Das Grading-System Resolve Lite ebenfalls. Wird das so weitergehen und wird Software nun immer stärker zum Mittel, um PC-Boards, I/O-Lösungen und Speichersysteme zu verkaufen? Zumindest eine Entwicklung, die man beobachten muss.

Was bedeutet diese Entwicklung aber für die Anwenderseite der Branche? Wenn es praktisch keine technischen Limits mehr gibt und alle Systeme prinzipiell alles können, dann rücken wieder andere Aspekte in den Vordergrund: Die Geschwindigkeit des Gesamtsystems, aber auch die Effektivität, das Knowhow, die Expertise und die Kreativität des Operators/Anwenders/Artists, der vor dem Rechner sitzt.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/index.php?id=newsletterinfos

17. Mai 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Chapter-Ausflug zum HD-Dealer in Nürnberg


Taken at Nürnberg

15. Mai 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

NAB2011: Color Grading für lau … Blackmagic Design „Resolve Lite“ kostenlos!

Der Preis-Wahnsinn im Bereich Color Grading geht weiter: Blackmagic Design kündigt mit Resolve Lite für Juli eine kostenlose Color-Grading-Software an, Filmlight bietet nun für unter 1.000 US-Dollar ein Baselight-Plug-In für Final Cut Pro an.

Seit Apple seine Grading-Software Color im Markt hat und etwas später dann Blackmagic DaVinci übernahm, tobt im Bereich Color Grading ein Preiskampf, der früher undenkbar gewesen wäre. Das setzte sich auch bei der NAB2011 weiter fort: Mittlerweile bietet Blackmagic in diesem Markt sogar Gratis-Software an.

 

 

Baselight for Final Cut

Filmlight kündigt mit Baselight for FCP ein Plug-In für Final Cut an, das es ermöglicht, innerhalb von Final Cut auf eine etwas eingeschränkte, aber im Grunde schon eng an die Vollversion von Baselight angelehnte Grading-Funktionalität zuzugreifen. Editoren können ihre Projekte damit direkt in Final Cut graden und rendern und das Grading auch inklusive aller Metadaten alsXML-Liste exportieren, sodass sich das Projekt für die finalen Anpassungen und Korrekturen in einem Standalone-Baselight-Systeme öffnen und finalisieren lässt. Auch der umgekehrte Weg ist möglich: in Baselight gegradete Projekte können auch nach Final Cut Pro exportiert werden, etwa für den finalen Feinschnitt. 

Die Software setzt nicht den Einsatz eines Blackboard-Pults voraus, und es ist sogar möglich, Baselight for Final Cut mit Avid MC-Control und MC-Transport-Panels zu nutzen.Filmlight hat noch keinen genauen Preis benannt, aber angekündigt, dass die Software unter 1.000 US-Dollar kosten soll.

Resolve Lite

Noch billiger macht’s Blackmagic Design: Der Hersteller kündigte an, ab Juli mit Resolve Lite eine kostenlose Grading-Software anzubieten, die auf der Homepage zum Download zur Verfügung stehen soll. Die Software soll auf DaVinci Resolve 8 basieren und auf iMac, 17-Zoll Macbook Pro und Mac Pro laufen. Im Unterschied zur DaVinci-Software (995 US-Dollar) soll die kostenlose Lite-Version auf SD und HD-Auflösung sowie auf zwei Farbkorrektur-Nodes, Single-Processing-GPU und nur eine Red-Rocket-Card beschränkt sein.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/newsdetail+M54af306dd9e.html

27. April 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

NAB2011: Weitere Recorder-Neuvorstellungen … Pix 240 von Sound-Devices …

Sound Devices präsentiert Pix-Video-Diskrecorder, FFV stellt den Recorder Sidekick vor, Cinedeck rüstet Recorder Extreme mit Stereo-3D-Option nach.

Sound Devices überrascht mit der Vorstellung von zwei portablen Discrecordern.

Zur NAB2011 zeigten zahlreiche Hersteller neue, portable Recorder, die überwiegend auf SSD-Cartridges oder Speicherkarten aufzeichnen.

Sound Devices: Pix Recorder

Sound Devices ist bekannt als Hersteller von Audio-Equipment und hat zahlreiche Audiorecorder und -mischer im Programm. Jetzt stellt der Hersteller erstmals auch Video-Equipment vor: die zwei tragbaren Discrecorder Pix 220und Pix 240. Diese Recorder lassen sich via HDMI anschließen und zeichnen laut Hersteller native ProRes– oder DNxHD-Files auf – wahlweise auf SSD oderCF-Speicherkarten.

Beide Pix-Recorder sind jeweils mit einem 5-Zoll-LC-Schirm mit 800 x 480 Bildpunkten ausgerüstet und zeigen Aufnahme, Wiedergabe, Audiopegel oder Setup-Einstellungen direkt an. Über einen seitlichen Drehknopf lassen sich weitere Menüs einstellen. Auch Signalkonvertierung ist bei beiden Geräten möglich: Up-, Down- und Cross-Konvertierung zwischen 480i, 525i, 720p, 1080i und 1080p.

Der Audiopart der Pix-Recorder stammt von der 7er-Audiorecorder-Serie von Sound Devices und bietet unter anderem Umschaltbarkeit von Mic/Line, Limiter, diverse Filter und Phantomspeisung. Der Hersteller hebt weiter das robuste, metallisierte Carbongehäuse der Recorder hervor. Pix 220 und 240 lassen sich mit 10 bis 18 V oder aber mit Sony-L-Akkus betreiben.

Der Pix 240 bietet im Unterschied zum Pix 220 zusätzlich zum HDMI-Eingang auch einen HD-SDI-Eingang und gibt parallel dazu via HD-SDI und HDMI-Out auch ein Signal aus. In den Pix 240 ist im Unterschied zum Pix 220 zudem einTimecode-Generator/-Leser mit Genlock-Ausgang des Typs Clockit von Ambient eingebaut. Er kann den Timecode eines HD-SDI-Signals einer externen Quelle oder aber den des internen TC-Generators des Pix 240 aufzeichnen.

Cinedeck

Cinedeck kündigt für seinen Extreme-Recorder eine Option für 3D-Capturingund Playback an. Sie erlaubt neben der Aufzeichnung und Wiedergabe auch Dual-Camera-Monitoring. Die Option basiert auf der Software Neo 3D von Cineform.

Weiter kündigte Cinedeck an, gemeinsam mit Silicon Imaging daran zu arbeiten, dass Cinedeck nun die Raw– und Uncompressed-Datenströme der SI-2K aufzeichnen kann. Cinedeck arbeitet außerdem mit Arri daran, die Aufzeichnung in Arri-Raw zu ermöglichen. Dieser Prozess ist derzeit allerdings noch nicht abgeschlossen.

Fast Forward Video (FFV)

FFV präsentiert mit Sidekick einen Multiformat-Discrecorder, der via HD-SDIoder HDMI mit Datenraten bis zu 220 Mbps in 4:2:2 und 10 Bit aufzeichnet. Anfangs wird der Recorder ausschließlich im ProRes-Codec aufzeichnen, die Integration weiterer Codecs sei aber zusätzlich geplant, lässt der der Hersteller wissen. Diese Erweiterungen sollen dann als kostenpflichtiges Update verfügbar werden. Das Material zeichnet Sidekick auf 2,5-Zoll SSD-Sata-Laufwerke auf.

Der Recorder lässt sich direkt auf der Kamera montieren und über das eingebaute 4,3-Zoll-Display ist es möglich, das aufgezeichnete Bildmaterial wiederzugeben und zu kontrollieren.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de/newsdetail+M56c4307750f.html

27. April 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar