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technischer Jahresrückblick 2011 …

Anfang Dezember beginnen die TV-Sender üblicherweise mit ihren Jahresrückblicken. Zu früh? Aber schließlich gibt es ja auch schon seit September Weihnachtsmänner und Christstollen im Supermarkt. »If you can’t beat them, join them« und deshalb — pünktlich zum Dezemberanfang: unser Jahresrückblick auf die allgemeinen Trends und Technik-Highlights der Branche. Im Januar brachte Panasonic den AG-AF101 auf den Markt und lieferte damit als einer der ersten Anbieter einen auch für Prosumer und Indie-Filmer bezahlbaren Camcorder in Single-Large-Sensor-Bauart aus. Der Camcorder stieß von Anfang an auf großes Interesse, doch dass damit der ohnehin schon anrollenden Single-Sensor-Welle noch das Schaumkrönchen aufgesetzt würde, hatte nicht jeder erwartet. Als Sony dann im Februar mit der Markteinführung des PMW-F3 nachzog und zur Jahresmitte den günstigeren NEX-FS100 mit gleichem Sensor aber anderem Mount nachschob, war zu erwarten, dass das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht war. Tatsächlich kündigte dann Canon im November offiziell an, dass mit dem C300 ein SLS-Camcorder dieses Herstellers für 16.000 Euro kommen wird. Auch eine weitere Preis- und Leistungsstufe höher konnte man hier Bewegung sehen: Arri kündigte nach dem Lieferstart der Alexa Plus im ersten Quartal gleich noch zur NAB2011 die modulare Alexa M an und gab bei der IBC2011 einen Ausblick auf die Alexa Studio. Im Mai zog auch P+S-Technik in Richtung SLS-Kamera nach und stellt mit der X35 eine Mischung aus Single-Sensor- und Highspeed-Kamera vor. So viele Neuankündigungen in einem bis dato als relativ schmal und begrenzt betrachteten Produktbereich — und das kontinuierlich über das ganze Jahr verteilt: Hier tut sich was. Und das, obwohl es im März den Branchendämpfer des Jahres gegeben hatte: Angesichts von Erdbeben, Tsunami und Atomunfall traten — zumindest für viele und für einige Zeit — auch in unserer Branche die Techniktrends in den Hintergrund. Rasch war absehbar, dass die Ereignisse in Japan neben den schrecklichen Folgen für die unmittelbar betroffenen Menschen, auch Folgen für die Branche nach sich ziehen würden. Spätestens während der NAB in Las Vegas, dem Trendbarometer der Branche, wurde das überdeutlich: »The next big thing« ließ auf sich warten. Lieferschwierigkeiten zeichneten sich ab — und das keineswegs nur bei japanischen Herstellern. In manchen Bereichen der Branche, besonders natürlich auf der Herstellerseite, hinterließen diese Ereignisse klare Dellen. Um Stereo-3D wurde es im Lauf des Jahres ganz langsam schon wieder etwas ruhiger, der Dauerbrenner der vergangenen Jahre hat deutlich an Fahrt verloren. Stattdessen dominierten Themen wie cloud-basierte Workflows die Gespräche, aber auch ein erster Trend zur nächsten Stufe höherer Auflösung bei den Kameras war spürbar. Sony etwa präsentierte zur NAB2011 den 8K-Camcorder F65, Red zeigte Epic und JVC demonstrierte einen kleinen 4K-Camcorder. Und gleichzeitig schlug eine kleine, billige Mini-Kamera in der Branche ein: aus dem Lifestyle-Spielzeug GoPro Hero wurde plötzlich eine HD-Kamera für spezielle Einsatzzwecke. Den Sommer dominierte Apple mit der Ankündigung von Final Cut Pro X, was defacto als Rückzug aus der Profiwelt wahrgenommen wurde. Die folgenden Monate haben diese Einschätzung bestätigt, Final Cut Pro X spielt in der Profiwelt derzeit praktisch keine Rolle, es herrscht Skeptizismus gegenüber Apples Strategie im Profi-Videomarkt vor. Auf der inhaltlichen Seite überraschte im Sommer die Frauen-WM mit satten Einschaltquoten und sorgte aus Produktionssicht zumindest für einen kleinen Schub. Remote Production, wie sie wenig später bei der IBC2011 diskutiert wurde, spielte hier zwar noch keine Rolle, aber mittlerweile denken auch etablierte TV-Sender schon ganz offen darüber nach, bestimmte Sport-Events in der Zukunft mit solchen Konzepten zu übertragen. Die IBC2011 zeigte vielerlei, darunter aus das: Mittlerweile gibt es mehr Hersteller als je zuvor, die ultrakompakte Mini-HD-Kameras im Angebot haben. Diese Kameras erlauben ganz unterschiedliche Anwendungen, die auch jenseits vom Einbau in Stereo-3D-Rigs liegen. Und mit den zahlreichen WLAN- und Handy-Übertragungssystemen für Live-Video, die bei der IBC2011 gezeigt wurden, markierte die Messe in diesem Jahr vielleicht sogar den Start für eine neue Ära der Live-Berichterstattung: »Live-Übertragung aus dem Rucksack«. Kostengünstiger und einfacher Live-Video On Air zu bringen — der Anfang ist gemacht. Es gab schon Jahre, in denen die Branche viel weniger Aufregendes zu vermelden hatte — und das, obwohl dieses Jahr ja in Wahrheit noch gar nicht rum ist: film-tv-video.de jedenfalls hat in den verbleibenden Wochen noch einiges vor und hat sich nur scheinbar vom Jahresrückblickfieber anstecken lassen. Es stehen definitiv noch weitere interessante News an — und vielleicht sind ja sogar noch ganz große dabei. Das soll aber keineswegs als Anspielung auf die allgemein als »Schuldenkrise« bezeichneten Probleme von Staatshaushalten und Finanzsektor verstanden werden: Hier wünscht sich die Redaktion — wie wohl fast alle Leser — die der Vorweihnachtszeit angemessene ruhige und besinnliche Stimmung statt depressiver Ausblicke und Jahresendstress. Quelle: http://www.film-tv-video.de/newsletterinfos.html
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6. Dezember 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

TV-Station in a Mac …

 

Neue Version von »TV Station in a Mac« Mit der neuen Version 1.6 seiner Playout-Softwares JustLive und JustPlay unterstützt der österreichische Hersteller ToolsOnAir nun MacOS 10.7 (Lion) und den neuen Mac Mini mit Thunderbolt-Schnittstelle. Damit werden ultrakompakte Playout-Systeme möglich.
ToolsOnAir aus Wien bietet seine Playout-Lösungen JustLive und JustPlay nun in der Version 1.6 an. »Im Zusammenspiel unserer Softwares mit der Prozessorleistung des Intel i7 und der Thunderbolt-Technologie im neuen Mac Mini ist es möglich, über I/O-Boxen von Aja und Blackmagic Design ein vollwertiges HD-SDI-Signal für die Ausstrahlung auszugeben«, erläutert Gilbert Leb von ToolsOnAir.
Erste Kunden sind mit dieser Systemkonfiguration schon On Air, die jüngste und kleinste Variante der »TV Station in a Mac« konnte sich damit schon im täglichen Einsatz beweisen.
Mit einem Mac Mini als Hardware-Basis und der ToolsOnAir-Software lassen sich ultrakompakte Playout-Lösungen realisieren: 85 W Leistungsaufnahme und ein Platzbedarf von nur 1 HE im 19-Zoll-Rack (ohne Monitor) umreißen und kennzeichnen dieses System, das aber in puncto Playout-Automation, Videoserver-Funktionalität und Echtzeitgrafik umfassende Leistung bereitstellt. »Damit bieten sich neue Perspektiven für die Betreiber von Fernsehsendern, aber auch Playout-Zentren«, ist sich Gilbert Leb sicher.
Ein Mac Mini ist zu Endkundenpreisen ab 600 Euro verfügbar, auch eine gut ausgestattet Variante mit 1 TB Speicherkapazität kostet unter 2.000 Euro (inklusve Mehrwertsteuer): Das eröffnet auch ganz neue Dimensionen in puncto Hardware-Kosten für ein Playout-System. Zu Preisen in der Größenordnung von rund 30.000 Euro für das gesamte Projekt, lässt sich damit heute die Playout-Plattform eines TV-Senders realisieren, der volles Programm inklusive Live-Anteilen bietet.
»Mit unserem Konzept der „TV Station in a Mac“ kann sich ToolsOnAir komplett auf die Software-Entwicklung konzentrieren und auf die weltweite Verfügbarkeit von Apple-Hardware zurückgreifen«, bilanziert Gilbert Leb: »Seit der Gründung von ToolsOnAir im Jahr 2008 sind über 300 Kanäle in mehr als 30 Ländern auf Basis unserer Lösungen On Air. Die „TV Station in a Mac“ ist damit nachhaltig im Markt angekommen.«
Weitere Neuheiten der Software-Version 1.6
Die Version 1.6 von JustLive und JustPlay bietet zudem eine Echtzeit-Erkennung der Seitenverhältnisse 16:9 und 4:3: Das Bildsignal wird dann in das jeweils gewünschte Ausstrahlungsformat konvertriert. Gerade dieses Feature unterstützt viele Sender beim gemischten Playout von Archiv-Content in 4:3 mit neu gedrehtem 16:9-Material, so ToolsOnAir.
Mit der Funktion »Playlist in Playlist« wurde aus Sicht des Herstellers die Benutzerfreundlichkeit erhöht, ohne die einfache Bedienung der Software einzuschränken. Ein Playlist-Parser ermöglicht zusätzlich die nahtlose Integration zu vorhandenen Traffic-Management- und Scheduling-Systemen. Erweitert wurde auch die Steuerungskommunikation mit Kreuzschienen und Mischern und es wurde eine GPI-Out-Schnittstelle ergänzt.
Für frame-genauen Playout wurde, wie bereits bei der Ingest-Lösung JustIn von ToolsOnAir nun auch bei den Playout-Systemen die Synchronisation über LTC integriert.

Quelle:
http://www.film-tv-video.de/newsdetail+M572e9f44fa0.html

6. Dezember 2011 Posted by | Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar