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Fernsehmacher befürchten Machtverlust ihres Mediums an das Internet …

Mit Blick aufs Internet bangen manche Fernsehmacher um die Zukunft ihres Mediums.

Die 14- bis 19-Jährigen sind schon heute laut einer Studie von ARD und ZDF im Schnitt 123 Minuten täglich online, während sie nur 97 Minuten vorm Fernseher sitzen.

Gleichzeitig verlagern sich klassische Fernsehinhalte zunehmend ins Internet. Steht dem Fernsehen also ein Revival im Web bevor? Die großen Online-Videoportale jedenfalls rüsten mit professionell gemachten Inhalten auf. Mit laienhaften Filmchen à la „Pleiten, Pech & Pannen“ lässt sich online nicht genug Geld verdienen.

Vorgeprescht ist My Video. Nach einer kompletten Neugestaltung präsentiert sich das Videoportal deutlich aufgeräumter als noch vor einigen Monaten. Klickt man die Musikclips auf der Homepage an, stellt man fest, dass sie von großen Musiklabels wie Sony Music oder Universal stammen. Verwackelte Konzertmitschnitte, die User selbst online gestellt haben, gibt es zwar weiterhin bei My Video. Man muss danach aber schon suchen.

„Das verwackelte Handy-Video mit schlechtem Ton und Bild interessiert in der Regel nicht die breite Masse“, sagt My-Video-Geschäftsführer Manuel Uhlitzsch über die Filme aus Laienhand, für die es in der Fachwelt den Begriff „User Generated Content“ gibt. Für die Betreiber von Videoportalen führt dieses Desinteresse zu einem wirtschaftlichen Problem: Die Preise für Werbung sinken, während Kosten für die technische Infrastruktur bleiben.

Unterm Strich bleibt also zu wenig Geld in den Kassen. „Der Werbemarkt sucht sichere Umfelder“, sagt Uhlitzsch. Deswegen gehe nicht nur bei My Video der Trend zu professionellen Inhalten, sondern auch beim Konkurrenten Clipfish und beim globalen Platzhirsch Youtube. My Video ist ein Ableger von Pro Sieben Sat 1, Clipfish von RTL. Beide Sendergruppen stellen einen Teil ihrer TV-Sendungen gratis online – wenn auch mit ein paar Tagen Verzögerung.

Auf My Video finden sich zum Beispiel Videos aus der Sat.1-Improvisationskomödie „Schillerstraße“, auf Clipfish sind die Castingbeiträge aus „Deutschland sucht den Superstar“ verewigt und seit kurzem auch Material von MTV, Nick und Comedy Central. Damit sprechen die Videoportale vor allem die Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen an, wie Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Marcus Englert sagt. „Oft wollen sich junge Leute am Sonntag eine Fernsehfolge anschauen, die sie donnerstags verpasst hatten, weil sie auf einer Party unterwegs waren.“

Die Nutzer bestimmen bei den Videoportalen also selbst darüber, wann sie sich etwas anschauen. Zugleich lassen sie sich aber weiterhin von den klassischen Fernsehinhalten berieseln. Auch die ARD/ZDF-Onlinestudie 2009 zeigt, dass sich Internetnutzer verstärkt von starren Sendemustern der Fernsehkanäle frei machen. 21 Prozent der Internetnutzer schauen sich inzwischen zumindest gelegentlich Fernsehsendungen zeitversetzt online an.

Im Jahr 2007 lag dieser Anteil noch bei 10 Prozent. Und wie beim Fernsehen liegt die Primetime für den Besuch von Videoportalen zunehmend am Abend, wie es in der ARD-Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ heißt. Ein Ende des Fernsehens sei aber nicht in Sicht, schreibt der Leipziger Journalistik-Professor Marcel Machill in einer Abhandlung über Videoportale.

Zu erwarten sei eine Annäherung beider Bereiche. Da ist sich Machill mit Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Englert einig. „Ja, das Fernsehen wird sich ein Stück weit ins Web bewegen, aber das Internet wird sich auch ins Fernsehen bewegen“, sagt Englert. Er geht davon aus, dass in den Wohnzimmern künftig eine Fernbedienung reichen wird, um an einem einzigen Gerät alles verfügbar zu machen: das klassische Fernsehen, den Abruf von Gratis-Clips aus dem Internet, aber auch die Nutzung von kostenpflichtigen Filmen aus Online- Videotheken. (dpa)

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21. Oktober 2009 - Posted by | Uncategorized

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