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Sky hat Creation Club inzwischen von Plazamedia zurückgekauft …

Im Zuge größerer Umstrukturierungen bei Constantin und Premiere/Sky hat der Pay-TV-Anbieter Sky das zur Constantin-Tochter Plazamedia gehörende Unternehmen Creation Club zurückgekauft. Gleichzeitig gab es Personalrochaden. Im Hintergrund spielen möglicherweise auch Fußballrechte eine Rolle.

Ende 2005 hatte Premiere sein Tochterunternehmen Creation Club an Plazamedia verkauft. Nun kaufte der Premiere-Nachfolger Sky das Unternehmen zurück. Creation Club versteht sich als Agentur für integrierte Kommunikation, als Produktions-, Kreativ- und Designwerkstatt für audiovisuelle Projekte: TV-Formate, Werbung, Promotion, On-Air-Design. Auch unter dem Dach von Plazamedia war Creation Club umfassend für den Sky-Vorgänger Premiere tätig, Premiere war stets der Hauptkunde. Premiere und Creation Club hatten damals gleichzeitig zur Auslagerung einen Produktionsrahmenvertrag über drei Jahre abgeschlossen.

Nun hat also Sky den Creation Club wieder von Plazamedia gekauft. Der Kaufpreis, über dessen Höhe beide Parteien Stillschweigen vereinbart haben, wird laut Pressemitteilung ratenweise über fünf Jahre bis 2013 bezahlt und ist durch eine Bankgarantie abgesichert. Die vollständige Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundeskartellamt.

Das Ganze ist letztlich ein Deal zwischen der Constantin-Gruppe und Sky. Der jetzige Verkäufer Plazamedia ist selbst im Bereich Sportproduktion und Sendeabwicklung umfassend für Premiere/Sky tätig, gehört aber zur Constantin-Gruppe, die in manchen Bereichen auch mit Sky konkurriert. Zwischen Sky und Constantin gibt es also Kooperation und auch Konkurrenz, deshalb lohnt sich der Blick auf den größeren Zusammenhang und auf einige Personalien, die direkt oder indirekt mit dem Verkauf des Creation Club in Verbindung stehen.

Geschäftsführer des Creation Club war bis vor kurzem Zeljko Karajica. Mit dem Verkauf des Creation Club legte er das Amt des Geschäftsführers in diesem Unternehmen nieder, wurde aber gleichzeitig Geschäftsführer bei DSF. Er war bisher schon parallel dazu Geschäftsführer bei Plazamedia und bleibt das auch weiterhin. In dieser Eigenschaft hat er vor wenigen Monaten in einem Videoreport gegenüber film-tv-video.de die Vorzüge des eCenters von Plazamedia erläutert.

Seit 1. Juli 2009 ist Jim Rudder Geschäftsführer des Creation Club. Er ist gleichzeitig Senior Vice President Broadcast Operations bei Sky und in dieser Position für alle Sende-Aktivitäten verantwortlich, sowohl was die internen Abläufe betrifft, als auch für die externen Dienstleister. Zu den Aufgaben in dieser Position gehört die Einrichtung der Sende-Infrastruktur im neuen Unternehmenssitz. Mark Williams, Vorstandsvorsitzender von Sky sagt dazu: »Ich freue mich sehr, dass Jim Rudder zu Sky kommt. Er hat über 30 Jahre Berufserfahrung auf dem Gebiet der Fernsehproduktion, 20 Jahre davon bei News Corp. Bei Zeljko Karajica möchte ich mich sehr herzlich für seine Verdienste um den Creation Club und die Unterstützung in den vergangenen Jahren bedanken.«

Gleichzeitig zu den genannten Veränderungen gibt es auch bei der Plazamedia-Mutter Constantin Medien AG personelle und strukturelle Änderungen. Der Constantin-Aufsichtsrat hat im Rahmen seiner Sitzung vom 30. Juni 2009 einem Konzept des Vorstands zur Neustrukturierung des firmeneigenen Sportbereichs zugestimmt, der vor allem DSF und Plazamedia betrifft: Die Management-Strukturen sollen gestrafft, der Konzernvorstand verkleinert, DSF direkter angebunden werden — denn hier war es zu Verlusten gekommen. Gehen mussten in diesem Zusammenhang der Constantin-Sportchef Rainer Hüther und DSF-Geschäftsführer Oliver Reichert.

Nachfolger von Oliver Reichert ist — wie oben schon erwähnt — Zeljko Karajica, der weiterhin zusammen mit Florian Nowosad Geschäftsführer von Plazamedia bleibt. Karajica und Nowosad werden zudem Geschäftsführer der Constantin Sport Medien GmbH. Diese Constantin-Tochter betreibt den Fußballsender »Liga total«, der alle 612 Spiele der ersten und zweiten Fußballbundesliga live über die Plattformen der Deutschen Telekom überträgt: Als IP-TV über die Telekom-Plattform T-Home Entertain, sowie als Handy-Fernsehen über T-Mobile.

Hier kann man einen Reibungspunkt zwischen Sky und Constantin sehen: Wer übers Handy oder via IP-TV am Computer die Bundesliga-Fußballspiele anschaut, der wird wohl in aller Regel nicht zusätzlich Sky abonnieren, um die gleichen Spiele zu sehen. Zwar werden Plazamedia und Sky, nicht zuletzt wegen laufender Verträge, weiterhin im Fußballbereich Geschäftspartner bleiben, aber der Rückkauf des Creation Club könnte ein erstes Signal für die Bereinigung der Frontlinie zwischen Constantin und Sky darstellen.

Quelle:

http://www.film-tv-video.de

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23. Juli 2009 - Posted by | Uncategorized

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