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Das iPhone als professioneller Gesundheitsmonitor …

Das Konzept von Airstrip Technologies ist so einfach, dass man sich fragt, warum es bislang erst in so wenigen Krankenhäusern umgesetzt ist: Wie wäre es, fragten sich die Gründer des US-Medizingeräte-Start-ups aus dem texanischen San Antonio, wenn Ärzte künftig unabhängig von ihrem aktuellen Standort genauestens über den Zustand kritischer Patienten informiert würden?

„Stellen Sie sich eine Ärztin vor, die gerade weit weg vom Krankenbett in einem Verwaltungsmeeting sitzt. Neben ihr liegt ein iPhone, das ständig aktuelle Kurven und Messwerte zeigt. Plötzlich sieht sie etwas, was ihr nicht gefällt. Sie nimmt ruhig ihren Schlüssel und eilt zurück auf die Intensivstation. Die dort tätige Krankenschwester hat gerade erst gemerkt, dass der Patient in einem kritischen Zustand ist und ruft sie an. Die Ärztin ist aber schon vor Ort“, sagt der Mitbegründer und medizinische Leiter Cameron Powell, der früher selbst als Mediziner gearbeitet hat. Er freue sich besonders, mit der von seiner Firma produzierten Technologie enorm viele Menschen gleichzeitig erreichen zu können. „Früher als Arzt ging es noch um einzelne Patienten.“

Airstrip verbindet die angestaubte Medizingerätetechnik mit dem wohl trendigsten Gerät, das die High-Tech-Branche in den letzten fünf Jahren erlebt hat: Apples iPhone. Die Plattform bietet abseits des Hypes, der um die Produkte der Steve Jobs-Firma fraglos herrscht, für junge Firmen wie Airstrip durchaus viel Substanz: Mit der von Apple freigegebenen Programmierschnittstelle lässt sich vieles einfacher umsetzen, als dies früher auf Mobiltelefonen möglich war. Hinzu kommt eine ausreichende Leistungsfähigkeit im Hinblick auf Prozessor und Grafik.

Zudem beinhaltet die neue Version 3.0 des iPhone-Betriebssystems, die im Juni erschien, erstmals die Möglichkeit, drahtlos oder per Kabel Zusatzgeräte mit selbst entwickelten Protokollen direkt anzusprechen. Airstrip benötigt so viel Technik gar nicht: Bei der Software der Firma werden die Daten von einem Server, der neben dem Krankenbett steht, einfach per Internet geschützt an das iPhone übertragen. Ein Arzt, der die Werte abfragen will, muss sich nur per UMTS oder WLAN ins Netz eingeklinkt haben.

Fünf Produkte hat das Start-up in der Pipeline, von denen das erste, „Airstrip OB“, eine Lösung für Gynäkologen und Geburtshelfer, bereits eine Zulassung von der US-Gesundheitsaufsicht FDA erhalten hat. Bald sollen auch „Airstrip Laboratory“ für die aktuelle Versorgung mit Laborwerten, „Airstrip Imaging“ als Client für bildgebende Verfahren, „Airstrip Cardiologoy“ mit Messwerten für Kardiologen sowie „Airstrip Critical Care“ für die Intensivstation fertig sein – teilweise sind die System noch in einer fortgeschrittenen Entwicklungsphase, teilweise bereits in klinischen Tests.

Der Markt, den Airstrip damit anspricht, ist groß. Hauptargument für die Technik ist die Vermeidung medizinischer Probleme durch mangelnde Kommunikation. So sterben Jahr für Jahr fast 100.000 Menschen allein in Amerika durch Kunst- und andere Behandlungsfehler, viele davon, glaubt man bei Airstrip, weil Ärzte und Pflegepersonal nicht genügend miteinander sprechen oder aneinander vorbei reden. Insgesamt entstünden der US-Wirtschaft so Schäden in Höhe von bis zu 30 Milliarden Dollar im Jahr – Schäden, die vermeidbar wären.

Wie das gehen könnte, zeigt das bereits verfügbare Produkt „Airstrip OB“. Über einen Sensorstreifen, der am Bauch der Schwangeren angebracht wird, lassen sich die aktuellen Herzdaten des Fötus von überall her abrufen. Andere Details wie Schwesternberichte, Wehenstatus, Vitalzeichen der Mutter und jüngste Untersuchungsergebnis sind mit wenigen Fingerbewegungen auf den iPhone-Bildschirm geholt, Zeitleiste inklusive. Preise für das Gesamtsystem nennt Airstrip nicht, die Client-Applikation ist mit Demonstrationsdaten in Apples „App Store“ verfgbar.

Airstrip ist bei weitem nicht das einzige Unternehmen, das versucht, wichtige Medizindaten drahtlos verfügbar zu machen oder zu sammeln. Forscher am Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen in Erlangen haben beispielsweise gerade das handtellergroße Messgerät „ActiSens“ entwickelt, das sich um die Hüfte schnallen lässt. Es ermittelt mithilfe von Beschleunigungssensoren und einem Höhenmesser, wie intensiv jemand aktiv ist, und sendet die Daten über ein Bluetooth-Modul an einen Computer. Damit soll übergewichtigen Patienten geholfen werden, leichter abzunehmen. Diese Technik ließe sich wohl auch in einem iPhone konsolidieren.

Quelle:

Ben Schwan

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16. Juni 2009 - Posted by | Uncategorized

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