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Schnellster Rechner derzeit in Deutschland und Europa …

Das Forschungszentrum Jülich weiht heute offiziell in einem Festakt Europas schnellsten Supercomputer der Petaflop-Klasse ein. Teilnehmen werden dabei die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, und der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers. Das System mit dem Namen „Jugene“, finanziert zu gleichen Teilen vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen, wird vom Forschungzentrum Jülich im Rahmen des „Gauß Centre for Supercomputing“ (GCS) betrieben. Es leistet im Sinne der europäischen Forschungsförderung einen herausragenden Beitrag, um erstklassige Infrastrukturen für Spitzenforschung in Europa anzubieten.

Der Supercomputer erreicht eine Spitzenrechenleistung von bis zu 1 Petaflop/s (das heißt bis zu 1 Billiarde oder 10hoch15 Rechenoperationen pro Sekunde). Er ist damit so leistungsstark, dass er eine Million mal eine Milliarde Berechnungen pro Sekunde machen kann. Mit anderen Worten: Eine Milliarde Menschen müssten jeweils pro Sekunde eine Million Berechnungen mit dem Taschenrechner durchführen, um annähernd gleich schnell zu sein. In der Rangliste der weltweit schnellsten Supercomputer würde der Rechner nach jetzigem Stand voraussichtlich einen Platz unter den fünf schnellsten Systemen weltweit einnehmen. Die Veröffentlichung der nächsten Top500-Supercomputerliste wird für Juni 2009 erwartet.

Der Rechner wird von internationalen und nationalen Forscherteams für herausgehobene Problemstellungen und Simulationen in den Wissenschaftsbereichen Physik, Chemie, Biologie, Astronomie, Materialwissenschaften und Umweltwissenschaften eingesetzt. So hilft der Computer beispielsweise dabei, die Schadstoffausbreitung in Boden und Grundwasser besser zu verstehen oder das Verhalten von Biomolekülen nachzuvollziehen.

Die Zusammenarbeit zwischen dem Forschungszentrum Jülich und IBM ist für Forschergruppen der verschiedensten Disziplinen nutzbringend. Die Simulation, die sich als dritte Säule der Wissenschaft neben Experiment und Theorie etabliert hat, wurde durch Supercomputing signifikant weiterentwickelt. Durch Simulationstechniken können Problemstellungen gelöst werden, die anderweitig aus technischen oder sonstigen Gründen nicht bearbeitet werden könnten.

Beispielsweise wurden die Arbeiten eines Forscherteams zur Quantenchromodynamik auf der Jülicher Maschine von der Zeitschrift Science zu den zehn wichtigsten Forschungsarbeiten weltweit im Jahr 2008 gezählt. Die Fähigkeit, durch Simulation neue Erkenntnisse zu gewinnen, hängt wesentlich von der nutzbaren Rechenleistung ab. Die Parallelität der Anwendungen und der Systeme bildet angesichts der technologischen Entwicklung eine zentrale Voraussetzung, um signifikante Steigerungen zu erzielen. Daher streben das Forschungszentrum Jülich und IBM an, Anwendungen und Systeme gemeinsam entsprechend zu optimieren.

Mit dem Blue Gene-System arbeitet das Forschungszentrum Jülich auch vor allem im Bereich der hochskalierbaren Anwendungen. Jülich kooperiert darüber hinaus als Pilotanwender mit IBM auch in der Rolle eines Architekten künftiger HPC-Lösungen zur Vorbereitung des künftigen Exaflop-Zeitalters (eine künftige Supercomputing-Klasse mit > 10 hoch 18 Berechnungen pro Sekunde). Damit findet ein echter Wissensrückfluss zur weiteren Entwicklung von Supercomputing statt.
www.ibm.com/deepcomputing
www.fz-juelich.de

Quelle:

http://fkt.schiele-schoen.de

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26. Mai 2009 - Posted by | Uncategorized

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