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Grenzen des Internet-Wachstums … ?

Eigentlich ist es eine gute Nachricht, dass die Netznutzerschaft sich weiter vergrößert: Nach der fast erreichten Marktsättigung in den Industrienationen gehen insbesondere in den Entwicklungsländern mehr und mehr Menschen online. Sie erschließen sich neue Wissenswelten und können an demokratischen Prozessen teilnehmen, publizieren in Blogs und sozialen Netzwerken oder kommunizieren auf bislang ungekannte und vor allem kostengünstige Art und Weise mit dem Rest der Welt. Und: Auch wirtschaftlich hilft der Internet-Anschluss nachgewiesenermaßen der Dritten Welt und ihren Bürgern.

1,5 Milliarden Menschen sollen laut aktueller Statistik inzwischen online sein. Was bei diesen Jubelzahlen allerdings häufig vergessen wird: Die zunehmende Vernetzung zieht einen Rattenschwanz an notwendiger Rechentechnik nach sich, die immer gigantischer wird und enorme Energiemengen benötigt. Bis zu 10 Prozent steigt der Strombedarf für das Netz Jahr für Jahr, schätzen Experten. Der Kohlendioxidausstoß hat unterdessen bislang als besonders schlimme Klimaverpesster bekannte Industriezweige wie die Luftfahrt erreicht.

Als besonders stromfressend gelten Videoangebote wie YouTube, weil sie so viel Bandbreite benötigen. Für die Infrastruktur gibt dessen Mutterfirma Google laut Schätzungen der Bank Credit Suisse enorm hohe Beträge aus, allein 2009 soll es dadurch zu Verlusten von bis zu 470 Millionen Dollar kommen.

Selbst Hersteller der für das Internet notwendigen Servertechnik glauben, dass die Industrie sich grundlegend ändern muss. „Grüne Hardware“ müsse her, glaubt etwa Subodh Bapat, Vizepräsident bei Sun Microsystems, einem der größten Web-Technik-Anbieter der Welt. „In einer Welt, die nur über eingeschränkte Energiequellen verfügt, können wir den Bedarf des Internet nicht beliebig erweitern. Wir müssen den Verbrauch endlich senken“, sagte er dem britischen „Guardian“. Immer mehr Rechenzentren und Server seien notwendig, um den Bedarf zu decken. „Jeder Server verbrennt mehr Watt als die frühere Generation und jedes Watt kostet mehr. Wenn sich diese Trends addieren, haben wir eines Tages einen Zusammenbruch des Systems.“

Rich Brown, Energieexperte am Lawrence Berkeley National Lab in Kalifornien, hat bereits 2006 ermittelt, dass 1,5 Prozent des gesamten US-Strombedarfs in Rechenzentren flossen. Bislang reiche es nicht aus, Server effizienter zu machen. „Das Wachstum und die Nachfrage nach neuen Diensten löscht das alles aus.“

Bei Google, wo man bislang öffentlich nicht einmal einräumt, wie viele Rechenzentren weltweit betrieben werden, ist man deshalb dazu übergegangen, ganz spezielle eigene Web-Server zu bauen, die die Welt mit Informationen versorgen. Die aus regulären PCs bestehenden Maschinen seien effizienter als Spezialgeräte.

Quelle:

Ben Schwan

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26. Mai 2009 - Posted by | Uncategorized

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