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Aviary … mächtiger Online-Bildeditor á la Photoshop im Web …

Im letzten Herbst ging das New Yorker Start-up Aviary mit einer Software ins Netz, die es Nutzern erlaubt, Bilder im Internet so zu bearbeiten, wie man es bislang nur von teuren Fotoeditoren wie Photoshop kannte. Seit Kurzem ist es nun auch möglich, diese Werkzeuge in die eigene Website zu integrieren – über eine eigene Programmierschnittstelle (API). Ziel der Aviary-API sei es, eine kollaborative Bildbearbeitung zu ermöglichen, erläutert Technikchef Israel Derdik.

Das ließen sich einige große US-Angebote nicht zweimal sagen. So verwendete die Zeitschrift „New Yorker“ die Technik, um einen Online-Comic-Design-Wettbewerb auf die Beine zu stellen: Teilnehmer konnten sich aus einer vorgegebenen Bibliothek mit Strips bedienen und diese dann nach Belieben modifizieren und verändern.

Die „New York Daily News“ nutzen die Aviary-API unterdessen, um ihren Online-Lesern zu erlauben, Bilder aktueller Ereignisse zu verändern. Als die Präsidentenmaschine Barack Obamas über New York einen die Stadt in Aufruhr versetzenden Tiefflug durchführte, konnten die Nutzer das Foto beliebig modifizieren und die Maschine in andere Bildmotive einsetzen.

Die E-Commerce-Plattform Shopify nutzt die Technik schließlich, um es Nutzern zu erlauben, Bilder von Gegenständen, die sie verkaufen wollen, vorab zu retuschieren. Dabei umgehen sie die Installation von Desktop-Software und müssen das Web nicht verlassen.

Durch die Verfügbarmachung der Schnittstelle erhofft sich Aviary mehr Nutzer, sagt Manager Derdik. Durch eine möglichst weite Verbreitung solle das Angebot zum wichtigsten Bildeditor für kreative Medien im Web werden.

Aviary besteht aktuell aus vier Einzelwerkzeugen: „Phoenix“ ist der Fotoeditor, „Raven“ hilft beim Design von Vektorgrafik, „Toucan“ verwaltet Farben und „Peacock“ generiert Bildmuster. Hergestellt wurden die Werkzeuge mit Hilfe von Flex, einer Plattform, mit der sich mächtige Internet-basierte Anwendungen herstellen lassen. (Sie stammt ironischerweise ausgerechnet von Adobe, dem marktführenden Anbieter grafischer Desktop-Werkzeuge wie Photoshop oder Illustrator.)

Aviary wird direkt im Browser genutzt und mit Hilfe der Adobe-Technik Flash dargestellt. Beim Speichern landet das Bild dann auf dem Server der Firma, wo auch alle Veränderungen regelmäßig abgelegt werden. Sollte die Aviary-Infrastruktur aufgrund zu hoher Nachfrage nicht erreichbar sein, werden Bild und Anwendung auf ein Backup-System übertragen, das Amazons S3-Plattform stellt.

Alle vier Aviary-Werkzeuge lassen sich über die Programmierschnittstelle erreichen. „Das bedeutet, dass alle Werkzeuge ohne Eingabe irgendwelcher Login-Informationen genutzt werden können, egal ob man nun Bilder, Vektoren, Farbpaletten oder grafische Effekte erzeugen möchte“, sagt Derdik. Auch ein Account für Aviary ist auf Fremdwebsites nicht notwendig.

Thomas McKelvey, der einen Online-Laden namens „Milksites“ betreibt, plant, die Aviary-Werkzeuge demnächst in sein Angebot zu integrieren. „Wir hosten Shops für Nutzer ohne technischen Hintergrund. Unsere Kunden müssen ihre Produktfotos ständig in der Größe verändern, sie zuschneiden oder andere einfachere Retuschen vornehmen.“ Weder im Web noch auf dem Desktop hätten sich bislang Programme gefunden, die sich so einfach in das bestehende System integrieren ließen und gleichzeitig benutzbar blieben, sagt er.

Die Schaffung einer offenen API ist eine Strategie, die viele Webfirmen erfolgreich einsetzen, darunter das Fotoangebot Flickr und der Kommunikationsdienst Twitter. Seitdem sie für Entwickler verfügbar sind, wurden Hunderte von Programmen verfasst, die die Plattformen direkt nutzen. „Mit der Öffnung der API tut Aviary deshalb etwas sehr kluges“, meint Shawn Rider, Technikmanager beim US-Sender PBS und selbst Nutzer des Bildeditors. „Dabei liegen sie im Trend.“

Ein großes Programmpaket wie Photoshop sei etwa bei einem kleinen T-Shirt-Designshop im Web kaum nutzbar. Dafür sei Aviary aber genau gedacht. Adobe, wo derzeit nur ein eingeschränkter Editor im Web angeboten wird, müsse seine Dienste deshalb erweitern. „All diese Firmen, die früher diese schweren Desktop-Anwendungen geschrieben haben, sollten sich nun überlegen, wie sie das Netzwerk für sich nutzen.“

Aviary-Technikchef Derdik zufolge soll bald eine neue API-Version veröffentlicht werden, mit der es möglich sein wird, Personen zu authentifizieren und Dateien, die auf lokalen Servern liegen, direkt zu nutzen. Das sei besonders sinnvoll für Anwendungen, bei denen das Quellmaterial, die Farbinformationen und alle Veränderungen ständig überwacht werden müssten, glaubt er – beispielsweise bei Firmenkunden.

Quelle:

Kate Greene

Posted via web from Superglide’s Personal Blog …

12. Mai 2009 - Posted by | Uncategorized

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