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Straße frei für fesche „Stromer“ …

In Deutschland wird seit Jahren darüber spekuliert, wann der sich selbst balancierende Kult-Elektroroller Segway endlich die Straßenzulassung erhält. Wenn die deutschen Fans Pech haben, kommt das Gefährt beim Spätstarter Japan noch früher groß raus. Die Stadt Yokohama, in der Elektroautofreund Nissan sein Hauptquartier aufgeschlagen hat, drängt darauf, dass die Regierung in Tokio dem Zweirad die Straßenzulassung ausstellt.

Der Unterstützung der Industrie kann sich Yokohama sicher sein. Toyota hat bereits drei Produkte nahezu marktreif entwickelt: Den Segway ähnlichen Winglet, der allerdings nur so groß wie ein A3 Blatt Papier ist, einen zweirädrigen Rollstuhl, der auch als autonom operierender Einkaufswagen dienen kann und den i-Real, einen rollstuhlähnlichen Elektroflitzer mit Neigetechnik.

Die Beispiele zeigen, dass Japans Autohersteller verzweifelt nach neuen Mobilitätskonzepten suchen. Denn sie erleben seit Jahren am eigenen Leib, was weltweit der Branche noch dräut: In Japan sank der Pkw-Absatz bereits vor der Krise beständig, weil sich immer weniger Menschen ein Auto leisten wollen. Der wachsende Druck hin zu abgasarmen Fahrzeugen beschleunigt den Trend noch. Denn selbst mit Stromautos als nächsten Verkaufsschlager scheint das Wachstumspotenzial in den Industrieländern weitgehend ausgereizt. Gleichzeitig kommt jetzt neben dem öffentlichen Personennahverkehr Car-Sharing in Mode. Eine für den Autoabsatz gefährliche Entwicklung.

Die derzeitige Wirtschaftskrise könnte noch das ihrige dazu beitragen, dass die goldenen Zeiten der Auto- und Verbrennungsmotorenhersteller Geschichte werden. Shinya Naruse von der japanischen Investmentbank schätzt, dass der globale Autoabsatz nach der Krise auf absehbare Zeit nur um drei Prozent jährlich wachsen wird. Damit würden erst 2020 wieder so viele Autos verkauft werden wie im letzten Jahr des Blasenbooms 2007. Mit Minimobilen können sie hoffen, wenigstens ein bisschen Fahrspaß und damit Nachfrage zu wecken.

Ich persönlich kann mich nur mit einem Teil der bisher vorgestellten Ideen anfreunden. Einem Segway würde ich immer das Fahrrad, und sei es ein strombetriebenes, vorziehen. Denn alles, was mich auf maximal Laufgeschwindigkeit beschleunigt, möchte ich selbst (zumindest mit-) antreiben. Die zweirädrige Rollstuhl-Lasteselkombo ist sicherlich praktisch für Gehbehinderte oder auch als Kinderwagen, aber noch nichts für mich. Den i-Real hingegen würde ich gerne einmal fahren, denn mit dem Ding mit 50 Sachen über die Straßen zu flitzen, muss Spaß machen. Schon denken die Ingenieure auch über Kupplungssysteme nach, sodass man mit Freunden oder Familie auch im Verbund fahren kann. Das wäre dann fast so etwas wie der erste Schritt auf dem Weg zu einem modularen Auto, dem ich persönlich alles Gute für die Zukunft wünsche.

Quelle:

Martin Koelling, Tokio

Posted via web from Superglide’s Personal Blog …

7. Mai 2009 - Posted by | Uncategorized

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