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mobiler Stellungskrieg … Skype-Nutzung auf dem iPhone in Deutschland nur bedingt möglich …

Selbst der Anwalt von Skype hielt es zunächst für einen Scherz: Pünktlich zur Einführung der lange erwarteten iPhone-Version des beliebten Internet-Telefoniedienstes entblödete sich ein T-Mobile-Sprecher gegenüber der „Wirtschaftswoche“ nicht, die Blockade dieses und ähnlicher Angebote in seinem Handy- sowie WLAN-Netz anzukündigen. Das völlig schräge Argument: „Der Schutz unserer Netz-Performance steht im Vordergrund.“

Was sich hier beobachten lässt, ist eine klassische Monopolistenhandlung: Wer ein iPhone besitzt, kann unterwegs nur über T-Mobile das Internet nutzen, sei es nun über UMTS oder innerhalb der im Tarif inkludierten Hotspots, die an vielen zentralen Orten deutscher Städte inzwischen installiert sind. Würde Skype zugelassen, hätten iPhone-Besitzer eine feine Alternative zu den Tarifen von T-Mobile: Statt sich eine vergleichsweise teure Handy-Flatrate zu besorgen, würde man dann beispielsweise für fünf Euro im Monat pauschal ins Festnetz anrufen können. Skype und auch andere Voice-over-IP-Angebote nutzen das per Handy verfügbare Internet, um kostengünstige Gespräche anzubieten, die Netzbesitzer dagegen die gute, alte Vermittlung per GSM.

Noch dürfen die Netzbetreiber das tun, der Regulierer schaut milde weg. Es ist allerdings längst an der Zeit, dass er eingreift. Schon künstliche Sperren wie Sim- oder Netlook sind Kunden eigentlich nicht begreiflich zu machen – sie sorgen hier zu Lande dafür, dass das iPhone oder Googles Android-Handy nur bei T-Mobile und nirgendwo sonst arbeitet. Wird die Monopolisierung nun auch auf Internet-Anwendungen ausgedehnt, wird es noch schlimmer.

Und es ist nicht nur T-Mobile. In den Verträgen, die Mobilfunkkunden mit ihren Anbietern abschließen, gibt es in Deutschland keinen, der nicht VoIP und manchmal sogar auch andere wichtige Internet-Dienste wie Instant Messaging verbieten würde. Das ist schlichte Marktschikane, die Bandbreiten, die per UMTS zur Verfügung stehen, reichen für beides zumindest in den Städten längst aus.

Eine solche Monopolisierung hilft dabei nur den Lizenzinhabern: Die dürfen dann beispielsweise festlegen, dass ein Gigabyte im Monat für Kunden genügend Datenverkehr sein soll, ansonsten muss saftig draufgezahlt werden, mit enormen Margen. Es wird Zeit, dass sich die in Deutschland zuständige Bundesnetzagentur dieses Themas annimmt. Das Internet muss frei sein – und zwar erst recht mobil.

Quelle:

Ben Schwan

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14. April 2009 - Posted by | Uncategorized

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