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Der E-Mail-Roboter … wie erkennt man autom. generierte Mails …? OtherInbox kann helfen …

Trotz größter Anstrengungen gehen die meisten Menschen doch noch immer in ihrer täglichen Flut an elektronischer Post unter. Und das schlimmste: Große Teile davon kommen von Maschinen, nicht von Menschen, sind aber trotzdem legitim – sprich: kein Spam. OtherInbox, ein im März gestarteter Webdienst, soll Nutzer nun zumindest von diesem Problem befreien.

Die Botschaften, die das Angebot bearbeitet, sind zulässige Mails von Firmen, denen der Nutzer vertraut und die durchaus nützliche Informationen enthalten können. Dazu gehören beispielsweise Benachrichtigungen von Social Networks, einst nachgefragte Angebote oder Updates zu einem vom Nutzer verwendeten Dienst. So praktisch diese Mails auch sein mögen: Ihre stetig zunehmende Menge macht sie für viele User zum Problem.

Die Grundidee von OtherInbox sei deshalb, E-Mails anhand ihrer Quelle zu sortieren, erläutert Firmenchef Josh Baer. Beispielsweise landen Mails des E-Commerce-Anbieters Amazon stets automatisch in einem Ordner, alle von Facebook in einem anderen. Baer meint, er habe den Dienst geschaffen, nachdem ihm klar wurde, wie hoch der Anteil solcher automatischer Nachrichten an seinem Mailaufkommen inzwischen ist – oft liege er bei bis zu 50 Prozent.

OtherInbox bietet nun eine eigene E-Mail-Adresse für den Dienst an oder kann sich mit einem bestehenden Google Mail-Zugang verknüpfen. Gibt man OtherInbox seine Google-Zugangsdaten, analysiert der Dienst zunächst das Postfach und seine Inhalte. Dann werden automatische Botschaften entfernt. Heraus kommt eine saubere Inbox mit Nachrichten, die nur von echten Kontakten stammen. Bevor die automatischen Mails dann aber umgeleitet werden, zeigt der Dienst dem Nutzer die geplante Neuorganisation, damit dieser zustimmen oder etwas ändern kann. Außerdem wird gezeigt, wie hoch der Anteil automatischer Mails im Durchschnitt ist und wie viele davon man über den Dienst „einspart“.

Die automatische Post wird dann in Google Mail archiviert und nach OtherInbox kopiert, wo sie in Ordnern organisiert ist. Der Nutzer erhält dann nur noch eine tägliche E-Mail, die alle automatischen Mails zusammenfasst, die eingelaufen sind und was OtherInbox mit ihnen tut. Außerdem lassen sich automatische Mails in einem Rutsch bearbeiten – beispielsweise kann man einen E-Mail-Typ komplett mit einem Klick blockieren, wenn man feststellt, dass er nichts bringt.

Baer erklärt, dass sich das Konzept aus seinen eigenen E-Mail-Gewohnheiten ergeben habe. Da er seine eigene Domain besaß, verwendete er verschiedene E-Mail-Adressen für verschiedene Websites. Dies bedeutete, dass er die Quelle einer Nachricht sofort identifizieren und bei Bedarf die entsprechende Adresse blockieren konnte. Da dieser Ansatz für die meisten Nutzer jedoch zu kompliziert ist, entschied er sich für das OtherInbox-Konzept. Allerdings kann man sich auch dort verschiedene „Wegwerf-E-Mails“ zuweisen lassen, wenn man diesen Ansatz gegenüber der automatischen Auswertung bevorzugt.

„OtherInbox ist ein seltener Fall von Start-up, das wirklich echte, wirklich drängende Probleme löst, die jeder E-Mail-Nutzer kennt“, meint Carla Thompson, Analystin bei der Guidewire Group, die junge Technologiefirmen begutachtet. Die Einrichtung sei sehr einfach, selbst wenn das Nutzerinterface hier und da etwas schneller sein könnte. „Ich bin aber bereit, auf solche Verbesserungen zu warten, weil es die Art von Technik ist, die ich am liebsten habe: sie deckt ein echtes Bedürfnis, ohne dass man viel darüber nachdenken müsste.“

In den letzten Jahren kamen immer wieder Dienste auf, die den Nutzern versprachen, mit der E-Mail-Überlastung aufzuräumen. Ein Plug-in für Microsoft Outlook namens Xobni verbessert so beispielsweise dessen Suchfunktion und blendet Zusatzinformationen über die letzten Interaktionen zwischen Nutzern und ihren E-Mail-Kontakten ein. Ein weiterer Dienst, NutshellMail, sammelt und organisiert Botschaften aus verschiedenen E-Mail- und Social-Networking-Accounts an einem Platz. Baer meint, sein Dienst unterscheide sich von der Konkurrenz vor allem deshalb, weil er sich auf automatische E-Mails konzentriere, die die Nutzer vermutlich empfangen wollten, aber nicht jedes Mal lesen müssten, wenn sie im Postfach aufschlugen.

Nova Spivack, CEO und Gründer von Radar Networks, einer Firma, die auf semantische Web-Technologien spezialisiert ist, denkt ebenfalls, dass OtherInbox das E-Mail-Chaos reduzieren helfen könnte. Allerdings fragt er sich, ob Mails nicht dann einfach aus dem Hinterkopf verschwinden und automatische Post schlicht gar nicht mehr gelesen wird. „Der Dienst wäre außerdem womöglich praktischer, wenn er sich in den existierenden E-Mail-Zugang integriert.“ So entstünde nur ein weiteres Postfach.

Die Organisation automatischer E-Mails und das Verschieben aus der Inbox ist für Baer aber sowieso nur der Anfang. Die Algorithmen aus dem Bereich des maschinellen Lernens, die OtherInbox einsetzt, können noch andere cleverere Dinge tun, wie etwa kommende Ereignisse erkennen und automatisch Kalendereinträge für sie generieren. In der Zukunft soll der Dienst auch von selbst Rechnungen und Bestellbestätigungen von Online-Verkäufern erkennen und sortieren. „Aus der Perspektive des maschinellen Lernens sind automatische E-Mails prima.“

Der Grunddienst von OtherInbox ist kostenlos, doch das Unternehmen plant, mit Hilfe einer Premiumoption Geld zu verdienen. Deren Kunden sollen E-Mails länger speichern können. Außerdem könnte die Firma Informationen, die sie sammelt, anonymisiert und aggregiert an Marketingfirmen weitergeben – etwa, wie oft bestimmte Mails wirklich gelesen werden. Baer betont aber, dass die Firma niemals Daten einzelner Nutzer weitergeben werde. OtherInbox soll nach Google Mail demnächst auch eine Integration in Yahoo Mail, Hotmail und Outlook erhalten.

Quelle:

Erica Naone

Posted via web from Superglide’s Personal Blog …

14. April 2009 - Posted by | Uncategorized

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