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Digitale 3D-Cinema-Technik auf dem internationalen Symposium „Insight Out 2009“

Das 5. internationale Symposium „Insight Out/ HFF Academy“ zog im Jahr 2009 50 Filmemacher, Regisseure, Produzenten und Postproduktionsexperten aus 20 Ländern nach Potsdam-Babelsberg. Vom 23. bis 27. März 2009 trafen international renommierte Persönlichkeiten wie Stereoscopic Supervisor Robert Neumann (Disney Feature Animation), Steve Schklair (CEO 3ality) und Brian Van’t Hul (VFX Supervisor für „Coraline“) an der HFF „Konrad Wolf“ ein, um ihr Expertenwissen zur Produktion von 3D-Inhalten zu präsentieren.

Stand in den letzten Jahren noch die Frage nach der Umsetzung der Digitalisierung der Arbeitsabläufen bei Film und Fernsehen im Vordergrund, so lag in diesem Jahr der Schwerpunkt auf 3D in all seinen Spielarten. Prof. Martin Steyer, Vizepräsident der HFF und Programmdirektor des Symposiums kommentierte, dass die Erfahrung in den USA hat gezeigt, dass 3D eine echte Zuschauerattraktion ist und damit der wichtigste Faktor für die Digitalisierung der Kinoleinwände.
Der amerikanische Markt ist mit mehr als 950 3D-Leinwänden mit digitalen Abspielmöglichkeiten bereits besser gerüstet. In Deutschland und Europa wird der D-Cinema-Rollout in den nächsten Jahren erwartet. Das Format 3D wird nicht mehr in Frage gestellt, stattdessen beschäftigte man sich bei Insight Out mit den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Projektionstechniken, den Geschäftsmodellen für die Umstellung auf 3D, vor allem aber mit den Produktionstechniken zur Herstellung von 3D-Filmen. Einige der Teilnehmer (aus Dänemark, Deutschland, Rumänien usw.) planen selbst erste 3D-Produktionen. Die meisten digitalen 3D-Filme kommen jedoch derzeit aus den USA.
Insight Out-Trainer und „Bolt“-Stereoscopic-Supervisor Robert Neumann konnte durch die Vorstellung seiner „Tiefenskripte“ (depth scripts) Zweifler beruhigen, die befürchten, dass ein 3D-Film den Zuschauer mit seiner Intensität überfordern könnte. Genauso wie ein Spannungsbogen in der Dramatik eines Films angelegt wird, gibt es eine Dramaturgie in den verschiedenen Tiefenebenen des Films – Neumann bezeichnete das als die „Grammatik des 3D-Films“. Die stereoskopische Tiefe steht in direkter Relation zur emotionalen Tiefe der Handlung.

Praktische eigene Erfahrung mit digitaler Produktion boten fünf „Hands On“-Workshops mit neuester Technik für Produktionsketten von High-End-D-Cinema bis hin zu Stereo-3D und serieller HDTV-Produktion, die den gesamten Arbeitsablauf von der digitalen Aufnahme bis zur Postproduktion erfahrbar machten. Neben den Symposiums-Teilnehmern konnten die Workshops an einem zweiten Tag von Filmschaffenden aus der Hauptstadtregion besucht werden. Die Workshops waren mit 75 Teilnehmern ausgebucht.
Wie der Vortrag des PRIME-3D-Forschungskonsortiums zeigte, wird die Einführung von 3D-Fernsehen als nächste Innovation nach HD gehandelt. Die Frage lautet im Moment: Kann sich 3DTV bei der breiten Masse etablieren?

Autostereoskopische 3D-Bildschirme, bei denen keine zusätzlichen Brillen getragen werden müssen, sind zurzeit noch unausgereift, es gibt keine 3DTV-Standards, sondern miteinander konkurrierende Techniken. Obwohl 3D-Fernseher in den USA auf dem Markt erhältlich sind, sind sie weit davon entfernt einen Massemarkt zu bedienen. Autostereoskopische Bildschirme sowie einheitliche Produktions- und Distributionsformate sind jedoch die noch fehlenden Voraussetzungen für 3D-Fernsehen.

Quellen:

www.insightout-training.net

http://fkt.schiele-schoen.de

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3. April 2009 - Posted by | Uncategorized

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